Ganz erfüllt können wir zurückblicken auf die Friedenshof - Sommermonate. In unseren Gewächshäusern sind Tomaten in Rekordmengen und -qualitäten herangereift. Einmal haben wir an einem einzigen Tag 100 kg ernten können. Auch die Paprika- und Gurkenerträge waren spitzenklasse. Einiges von unserer Ernte haben wir in Gläser eingemacht oder zu Bärbels beliebter "Wintersonne" verwandelt. Auch der Garten hat uns wieder reich beschenkt mit Blumen, Kartoffeln, Rhabarber, Mais, Kürbissen, Himbeeren, Erdbeeren, Kräutern... Für den Winter werden wir auch wieder einige Äpfel einlagern können und eine Menge Saft pressen.

Im Stallgebäude ging der Ausbau für den Hühnerstall und den Winterraum für die Topfpflanzen weiter.

Zu Johanni, unserem Jahresfest, kamen viele Gäste. Das Besondere in diesem Jahr war das unbeständige Wetter mit Regen, so dass wir das Buffet nicht wie sonst auf der Wiese aufbauten, sondern nah am Haus blieben und dadurch eine ausgesprochen gemütliche und heimelige Atmosphäre entstand. Am Abend konnten wir im Garten dann sogar doch ein Feuer machen, so dass der Sprung übers Feuer nicht ausfallen musste.

Zum Achtsamkeitswochenende im Juli war das Haus voller Gäste, und Freundinnen aus der Hannoveraner Sangha verlängerten ihren Aufenthalt, so dass wir fast eine ganze Woche zusammen praktizieren konnten.

Der August war geprägt von Annika und Marius' Hochzeit. Mit den Nachbarn und Freunden aus der Umgebung feierten wir den Polterabend mit Pizza aus dem selbstgebauten Pizzaofen auf dem Acker. Die Hochzeitsfeier fand im sommerlichen Garten statt, mit vielen, vielen Gästen, die zum großen Teil aus Süddeutschland angereist sind, um sich mit Annika und Marius zu freuen.

 

Eine Woche später hatten wir unseren "Tag der offenen Tür", der sehr gut besucht wurde. Das Wetter spielte mit, und wir konnten im Garten Kaffee und Kuchen ausgeben, der Lifemusik lauschen und miteinander klönen. Es gab natürlich auch die Haus- und Hofführungen, die mit Interesse angenommen wurden.

Ebenfalls noch im August hatten wir eine Männergruppe zu Besuch, die mit unserem Freund Reinhold kam. Es waren schöne Begegnungen und wir waren sehr zufrieden, dass wir die Gruppe mit Räumen und Essen versorgen durften.

Anfang September gab es ein erstes Arche-Ausbildungs-Wochenende für den neuen Ausbildungs-Zyklus, für den sich einige neue Interesent*innen gefunden haben.

In der zweiten Septemberwoche waren wir ganz international. Freund*innen der Arche aus Frankreich und der französischsprechenden Schweiz waren im Rahmen eines Arche-Austauschprogramms da. Es gab tiefe Gespräche über Inhalt und Ziele der Arche, über Organisation und Leben in Arche-Gemeinschaftshäusern, über persönliche Herausforderungen und Freuden des gemeinschaftlichen Lebens. Wir wollen unsere Motivation, in Gemeinschaft zu leben, immer wieder überprüfen und erneuern, und es war schön und bereichernd, dies mit Gemeinschaftsmitgliedern anderer Arche-Häuser teilen zu können.

So hat sich der sommerliche Bogen vom Johannifest bis zum Arche-Treffen im September wunderbar gespannt und wir können mit viel Sonne im Herzen in den Herbst und Winter gehen. Unseren Schafen ist die Wolle gewachsen, so dass sie, wenn es nun kühler wird, nicht frieren müssen. Unser Bock Max darf unsere Schafmütter decken, und so wird, ganz unsichtbar für unsere Augen, über den Winter neues Leben heranwachsen.