Wir freuen uns, dass wir seit 2018 in die Imkerei eingestiegen sind. Bei unserer Arbeit mit den Honigbienen geht es uns neben den Bienenprodukten vor allem um die ökologische Bedeutung und um die Zusammenhänge (und was wir daraus lernen können) von Bienenvolk und Umwelt.

Im Rahmen unserer Imkerei arbeiten wir daran

  1. eine Bienenhaltung zu erforschen, die gesunde und widerstandfähige Völker erhält. Dabei orientieren wir uns an der wesensgemäßen Bienenhaltung und probieren viele eigene Ideen aus.
  2. die Umweltbedingungen zu verbessern, vor allem durch ein ausgewogenes Trachtangebot und Schaffung natürlicher Lebensräume für z.B. Wildbienen. Hier ist ein ganz wichtiges Aktionsfeld unser Heckengarten Projekt. Darüber hinaus sind wir Partner von „Netzwerk blühende Landschaft“.
  3. unseren interessierten Gäste und Freiwilligen in Kontakt mit den Bienen zu bringen
  4. einen Ertrag aus Bienenprodukten zu erwirtschaften, der unseren Aufwand abdeckt. Um hier ein gutes Verhältnis zu erreichen versuchen wir vor allem unseren Aufwand zu minimieren.

 

Hier ein paar Eckdaten unserer Bienenhaltung:

  • Wir vermehren die Völker seit 2019 nur über echte Schwärme, die wir wieder einfangen. Bisher konnten wir alle Schwärme wieder einfangen und einlogieren. Diese „Methode“ erweist sich für uns als sehr effektiv, da es unsere Organisation als Gemeinschaft erlaubt, die Völker jeder Zeit im Blick zu haben und Schwärme zu erkennen.
  • Wir schneiden keine Drohnenbrut und machen auch sonst keine Eingriffe im Bienenvolk. Außer aus „Neugier“ müssen wir keine Waben des Brutraums ziehen. Auch sehr kleine Völker haben ein enormes Potenzial.
  • Wir benutzen Ameisensäure (Langzeitverdunstung) und Oxalsäure zur Milbenbekämpfung. Bisher kennen wir keine ausreichend funktionierenden Alternativen. Wir schätzen den Milbenbefall mithilfe der Windel ab und behandeln im Sommer bzw. Winter jeweils nur Völker mit erhöhtem Befall.
  • Unsere Bienen betreiben Naturwabenbau. Im Brutraum klappt das gut, im Honigraum bisher trotz vieler Optimierungen leider nur mäßig. Aber wir bleiben dran =)
  • Wir versuchen relativ kleine Bienenvölker zu halten, d.h. die Brutraumgröße zu verkleinern. Wir nutzen DNM und halten die Bienen auf nur einem Brutraum (anstatt zwei). Versuche mit einem Brutraum in Größe 1,5 waren nicht überzeugend und werden wieder abgelöst. Mit dem nächsten Schwarm in 2021 testen wir eine von Marius entwickelte Trogbeute (Top-Bar-Hive) die kompatibel mit den Honigräumen in DNM ist.
  • Wir ernten 2x im Jahr (Früh und Sommertracht) und füttern nach der letzten Ernte mit Sirup und min. 20% eigenem Honig auf. Wir gewinnen Bienenwachs und sporadisch Pollen und Propolis.
  • Unsere Zielgröße ist aktuell ca. 10 Völker
  • Wir steigen von unseren Segeberger Beuten (Styropor) auf Holzbeuten um und fertigen diese in unserer Werkstatt selbst

 

Die Imker vom Friedenshof

Marius, Annika und Jan

 

 

Juni2021: Frühtrachternte

Juni2020: Blühflächen im 2.Jahr

Juli2019: Blühflächen Update

Frühjahr 2019: Blühflächen

April 2018: die Bienen kommen