August 2019 Die Entscheidung naht.

Wir haben einen Fahrplan entwickelt, mithilfe dessen wir zügig in die Umsetzung kommen könnten, wenn die anstehende Entscheidung der Gemeinschaft positiv ausfällt. Der Plan sieht vor, frühestens im Januar 2021 mit einer ersten Heckenpflanzung zu beginnen. In der Zeit bis dahin laufen Detailplanungen, Abstimmungen der Nutzungsmöglichkeiten, Mulchen des ersten Heckenabschnitts, Antrag zur Förderung, großflächiges Einsäen der Mulchpflanzen, Heckenschnitt und Zaunbau, Erdarbeiten und die Öffentlichkeitsarbeit.

Als erste Näherung und Arbeitsgrundlage für die Machbarkeitsstudie verwenden wir die unten abgebildete Zeichnung. Es ist schon jetzt offensichtlich, dass es einiger Anpassungen bedürfen wird.

Um die Position und Größe/Abstände der Hecken festzulegen, haben wir uns an die Angaben aus „Ökologisches Bauen“ (Umweltbundesamt M.Krusche...ISBN3762514127) orientiert. Ziel ist es, ein positives Mikroklima zu erreichen, durch Windschutz und Sonnenfallen und damit v.a. günstige Temperaturen, weniger Spätfrost, erhöhte Luftfeuchtigkeit und Taubildung, Sturm und Erosionsschutz uvm. zu erreichen.

 

Um die Angaben besser anwenden zu können, haben wir daraus einen geometrisch berechenbaren Aufbau abgeleitet, den wir maßstabsgetreu über den Grundriss des Ackers legen können. Die von uns getauften Landschaftsleitlinien und die sich ergebenden Ovale und sind in einem gewissen Rahmen skalierbar. Sehr kleine Ovale ergeben einen hohen Schattenanteil, sehr große Ovale ergeben einen geringen Windschutz. Diese Anpassbarkeit lässt sich dazu nutzen, Gegebenheiten der Fläche einzubeziehen, z.B. existierende Hecke oder ältere Einzelbäume. Auf den Leitlinien stehen die Hecken.

Auf diesem Bild haben wir stark variierte Ovale auf unseren Acker angewendet und etwa 10m breite Hecken eingezeichnet. Die Hecke hat in der Mitte eine Baumreihe mit Großbäumen wie Eiche, Linde, Walnuss, Kastanie o.ä. die höchstens aufgeastet werden. An den Flanken stehen schnellwüchsige Bäume wie Esche, Haselnuss, Weide o.ä. die etwa alle 10 Jahre "auf den Stock gesetzt", d.h. auf etwa 1m herunter geschnitten werden. Es gibt Bodendecker und Büsche und z.T. Rankpflanzen.

Die oben abgebildete Fläche macht auf mich einen sehr „waldigen“ Eindruck.

 

Wie sieht es aus mit Zugänglichkeit, Wege und Maschineneinsatz? Wir suchen einen Mittelweg zwischen Vielfalt und Arbeitseffektivität.

 

Sonderbericht IPCC über nötige Änderungen in der Lannutzung

 

 

 

 

Mai 2019: Die Waldgarten-Gruppe trifft sich zum 4. Mal

Seit unserem großen Retreat im Februar 2019 haben wir eine Planungsgruppe ins Leben gerufen, die die Machbarkeit eines Waldgartens für unsere Gemeinschaft abklären soll. Aktuell geht es viel um Fördermöglichkeiten und Regelungen. Trocken – aber vielversprechend. Wenn ihr gute Informationen für uns habt und uns unterstützen möchtet, setzt euch doch bitte mit uns in Verbindung.

 

So, oder so ähnlich, sind unsere Vorstellungen, die Entscheidung ob wir so etwas tatsächlich umsetzen wollen steht noch aus.

"Wir wandeln unseren Acker in einen Waldgarten um.
Dafür pflanzen wir gezielt Hecken und fügen Hügel und Senken ein, um ein positives Mikroklima zu erreichen und die Artenvielfalt zu fördern. Eine harmonische Gestaltung der Gesamtfläche und einzelne Rückzugsorte, wie ein Teich oder eine versteckte Lichtung, bieten dem Menschen Erholung und stärken das Beziehungsgeflecht Natur. Ein Lehrpfad mit Informationsschildern macht viele Zusammenhänge und Symbiosen im großen Spiel des Lebens deutlich. Wir setzen auf mehrjährige Pflanzen als Nahrungsgrundlage, insbesondere Nüsse, und entwickeln eine Tierhaltung, die mit der neugestalteten Landschaft eine Symbiose eingeht. An besonders günstigen Zonen betreiben wir einen kleinteiligen Acker- und Gemüsebau. Durch einen zyklischen Rückschnitt der Hecken gewinnen wir Holz, um unseren Energiebedarf zu decken und fördern gleichzeitig eine besonders artenreiche Hecke.
Wir verstehen unser Modell der Landnutzung als Alternative zur industriellen Landwirtschaft, das Böden auf-, statt abbaut, das die Resilienz einer Region steigert und globale Risiken minimiert, das ein wirksames Mittel ist gegen das Artensterben, den Klimawandel, gegen Bodenerosion und Überdüngung und Entfremdung von Mensch und Natur. Polykultur statt Monokultur.
Mit diesem Projekt setzen wir uns aktiv und konkret für die Heilung unseres Planeten ein. Wahre Heilung bezieht sich auf alle Mitspieler des Systems und wird erst dann nachhaltig und effektiv, wenn diese in Harmonie leben und sich ihrer bewusst sind. Lange Zeit versuchte die Menschheit, unabhängig von der Natur zu werden, bis wir erkannt haben: Wir sind Natur, und im Moment zerstören wir uns in rasendem Tempo selbst.

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